Vereinbarkeit

Rechtliche Rahmenbedingungen

Nachfolgend finden Mitarbeitende Regelungen und Richtlinien der Universität Bern bezüglich flexiblen Arbeitszeitmodellen.

Bezahlter Kurzurlaub

Als Urlaub gilt jede auf eingereichtes Gesuch hin bewilligte bezahlte oder unbezahlte Dienstabwesenheit.

Bezahlter Kurzurlaub darf pro Kalenderjahr 6 Arbeitstage nicht überschreiten. Die Institution kann bezahlte Kurzurlaube wie folgt bewilligen:

  • plötzliche Erkrankung einer oder eines nahen Familienangehörigen: bis 4 Arbeitstage
  • Tod einer oder eines nahen Familienangehörigen: bis 4 Arbeitstage
  • Heirat: bis 2 Arbeitstage
  • Eintragung der Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare: bis 2 Arbeitstage
  • Wohnungswechsel: bis 2 Arbeitstage
  • Teilnahme an Delegiertenversammlungen von Verbänden des Staatspersonals: bis 2 Arbeitstage
  • Vorstandsmitglieder von Verbänden des Staatspersonals: bis 3 Arbeitstage

 

Für ärztliche oder zahnärztliche Untersuchungen erhalten Mitarbeitende generell 1 Stunde pro Besuch und Arbeitstag an die Arbeitszeit angerechnet (unabhängig vom Beschäftigungsgrad). Für länger dauernde medizinische und ärztlich verordnetet therapeutische Behandlungen kann mit Bewilligung des/der Vorgesetzten die effektiv benötigte Zeit als Arbeitszeit angerechnet werden.

Unbezahlter Urlaub

Als Urlaub gilt jede auf eingereichtes Gesuch hin bewilligte bezahlte oder unbezahlte Dienstabwesenheit.

Die Institution bewilligt ihren Mitarbeitenden einen unbezahlten Urlaub. Die Dauer des unbezahlten Urlaubes sowie die Regelung der Versicherung ist vor dem Urlaubsantritt mit visiertem Gesuch und Mutationsformular mindestens 30 Tage vor Urlaubsbeginn an die Personalabteilung zu melden.

Versicherung unbezahlter Urlaub

Die versicherte Person bleibt gegen die Risiken Tod und Invalidität mit den vor Beginn des unbezahlten Urlaubs versicherten Leistungen versichert. Sie hat während der Urlaubsdauer sowohl die Arbeitnehmer- wie auch die Arbeitgeberrisikobeiträge zu entrichten. Die Risikobeiträge werden spätestens bei Beendigung des Urlaubs fällig und der Arbeitgeberin im Rahmen des Inkassos in Rechnung gestellt. Das Sparguthaben wird während des unbezahlten Urlaubs verzinst. Dem Sparguthaben werden keine Spargutschriften gutgeschrieben. Weitere Informationen finden Sie im BPK-Vorsorgereglement.

Anrechnung unbezahlter Urlaub

Die Zeit während des unbezahlten Urlaubs wird nicht als Dienstzeit angerechnet.

Krankheit und Unfall bei unbezahltem Urlaub

Erkrankung oder Unfall während des unbezahlten Urlaubs begründen nicht den Abbruch des Urlaubs und die Ausrichtung von Krankengehalt.

Homeoffice

Was ist Homeoffice?

Die neuen Medien ermöglichen die Verlagerung der Arbeit aus der klassischen Arbeitsumgebung heraus in private Wohnräume. Homeoffice liegt vor, wenn Mitarbeitende ihre Arbeitsleistung zeitweise am betrieblichen Arbeitsort und zeitweise zu Hause erbringen.

Homeoffice an der Universität Bern

  • Die Richtlinien gelten für Mitarbeitende, die freiwillig und regelmässig (mindestens 1/2 Tag pro Woche) zu Hause arbeiten.
  • Unregelmässige (sporadische) Arbeit von zu Hause aus fällt nicht unter den Geltungsbereich der vorliegenden Richtlinien.
  • Mitarbeitende können bei ihren Vorgesetzten ein Gesuch zu Homeoffice stellen.  
  • Homeoffice darf nur bewilligt werden, wenn und soweit sich die Tätigkeit und der Homeoffice-Ort dafür eignen.

Dozenten und Dozentinnen (Art. 49 UniV) werden von den Bestimmungen ausgenommen. Sie leisten ihre Arbeit grundsätzlich in den Räumlichkeiten der Universität Bern. Erbringen sie die zu leistende Arbeit an einem selbst gewählten Arbeitsplatz, müssen sie innert kurzer Zeit an der Universität erreichbar sein.

Organisatorische Massnahmen

Die Dokumente "Muster-Vereinbarung" und "Checkliste" helfen Ihnen bei der organisatorischen Umsetzung von Homeoffice. Individuelle Anpassungen und Ergänzungen sind möglich.

Muster-Vereinbarung: Schriftliche Vereinbarung zwischen dem/der Mitarbeitenden und der vorgesetzten Stelle über die individuelle Ausgestaltung des Homeofficeverhältnisses.

Checkliste: Unterstützt die Vorgesetzten bei der Überprüfung der Voraussetzungen für Homeoffice. Die Checkliste ist kein Bestandteil der Richtlinien und kann freiwillig verwendet werden.

Jobsharing

Die Universität Bern ist bestrebt, ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit zu geben, in zeitgemässen Arbeitsmodellen tätig zu sein. Deshalb begrüsst und fördert sie Jobsharing. Dieses flexible Arbeitszeitmodell trägt dazu bei, ein Gleichgewicht zwischen Erwerbstätigkeit und anderen Lebensbereichen, namentlich Familie und Freizeit, zu schaffen.

Die nachfolgenden Dokumente beziehen sich auf Professuren.

Jahresarbeitszeit

Mit der Jahresarbeitszeit soll eine möglichst hohe Flexibilität bei der Gestaltung der Arbeitszeit erreicht werden. Die Arbeitszeit soll an allfällige Schwankungen der Arbeitsbelastung während des Jahres sowie an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angepasst werden.

Reduktion Beschäftigungsgrad

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ab der Geburt oder Adoption eines Kindes auf Gesuch hin Anspruch auf eine Reduktion des Beschäftigungsgrads. Die genauen Richtlinien sind in der Personalverordnung des Kantons Bern festgelegt.